Arbeitskreis Trier

Schülerfirmen

Termindetails

Datum: 3. Juni 2015

Veranstaltungs-Nummer: 15LSW1901

Uhrzeit: 9:00 bis 16:00 Uhr

Ort: Realschule plus auf der Karthause, Gothaer Straße 25, 56075 Koblenz

Referent/in: Sabine Gans, Jürgen Schmidt

Anzahl der Teilnehmer: 25

Anhang/Programm (PDF): Programm Schülerfirmen.pdf

Beschreibung

Durch die Arbeit in einer Schülerfirma lernen Schülerinnen und Schüler verschiedene Bereiche der Berufs- und Arbeitswelt kennen. Neben der Vermittlung von ökonomische Kompetenzen  werden auch vernetztes Denken, Kreativität und Teamgeist gefördert.
Doch wie können Schüler durch gemeinsames Handeln ein erfolgreiches (Schüler-) Unternehmen führen? Welche Schülerfirmenprogramme gibt es und wie lassen Sie sich in den Schulalltag integrieren?

Die Kooperationsveranstaltung mit den Arbeitskreisen Trier und Westerburg zum Thema „Schülerfirmen im Unterricht“ bot Antworten.

Geographisch nicht ganz in der Mitte zwischen Trier und dem hohen Westerwald gelegen, fand die Tagung an der Realschule plus auf der Karthause in Koblenz statt.

Nach einer ersten Fortbildung im März, wo Lehrerinnen und Lehrer an der  ED- School der Universität Koblenz  neue Kreativitätstechniken im Zusammenhang mit dem Finden von Geschäftsideen von Schülerfirmen erarbeitet haben, war dies bereits die zweite Kooperationsveranstaltung der Arbeitskreise Trier und Westerburg.

Schülerfirmenprojekte bieten besondere Gelegenheit zur Schärfung ökonomischer, sozialer und kommunikativer Kompetenzen sowie zur pädagogischen Schwerpunktsetzung für Schulen.

Nach der Einführung in die Basics mit Informationen zu den pädagogischen Zielen, zur Organisation und den unterschiedlichen Formen von Schülerfirmen durch Sabine Gans (Arbeitskreis Westerburg) stellten Schülerinnen der Realschule plus  Westerburg ihr Unternehmen „MelloCandles“ vor. Emely Cofone und Esther Brauer berichteten über die Geschäftsideenfindung, die Herstellung und den Verkauf der verschiedenen Kerzen, die die Jungunternehmer entworfen und hergestellt hatten. Die Achtklässlerinnen beantworteten ausführlich Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den Produktionsabläufen und zu Verkaufsaktionen, aber auch zu Herausforderungen wie Lieferengpässen, Lagerhaltung und Konflikten unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Anschluss referierte Christina Terp vom Institut der deutschen Wirtschaft über die Möglichkeiten der JUNIOR- Programme. Schülergruppen, die an JUNIOR Basic, Advanced oder Expert teilnehmen, bieten sich eine Reihe von  Unterstützungsmöglichkeiten durch persönlichen Support, Materialien und Veranstaltungen.  Vor allem aber die  Gelegenheit zur Teilnahme an Wettbewerben hat ein hohes Motivationspotential. Dies war auch erkennbar bei der Vorstellung der Schülerfirma „ReBo“, die von der Berufsbildenden Schule Wirtschaft aus Trier ans Deutsche Eck gekommen waren. Pauline Kühlwein und Saskia Burbach zeigten eindrucksvoll, wie es den Jungunternehmern gelungen ist, über 200 ihrer handgestrickten Mützen mit reflektierender Bommel an Mann oder Frau zu bringen. Die Mützen werden von Seniorinnen aus dem Trierer Raum hergestellt, den sogenannten helfenden Elfen, und von den Jugendlichen mit der reflektierenden Bommel versehen und vertrieben. Dabei steht neben dem Wunsch, Produkt und Unternehmen möglichst bekannt zu machen, auch das Ziel der Verbindung der Generationen: Die helfenden Elfen erhalten auf  eigenen Wunsche keinen finanziellen Lohn, sondern nehmen durch gemeinsame Veranstaltungen mit den Jungunternehmern wieder stärker am sozialen Leben teil.  

Die Geschäftsidee und ihre Durchführung und Präsentation überzeugten auch die Jury beim Landeswettbewerb in Mainz, den „ReBo“ unlängst für sich entscheiden konnte.  Die Trierer fahren als bestes Schülerunternehmen aus Rheinland- Pfalz nach Berlin zum Bundeswettbewerb. Unsere Schüler haben, „ReBo“ komplett in ihrer Freizeit durchgezogen", sagt Jürgen Schmidt, einer der betreuenden Lehrer und Referenten in Koblenz. Es ist seiner Meinung nach ein tolles Beispiel für das Engagement und die Kreativität von jungen Leuten.

In der Workshopphase zeigte sich, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits eigene Ideen entwickelt, aber auch viele Fragen auf dem Herzen hatten. Besonders  die Aspekte Motivation und deren Erhalt im Schülerfirmenjahr sowie die Anbindung von Schülerfirmenprojekten an den Fachunterricht standen dabei im Vordergrund.

Den Schlusspunkt der gelungenen Veranstaltung setzte Jürgen Schmidt (Arbeitskreis Trier) mit Hinweisen auf Unterstützungsangebote durch die Berater für Ökonomische Bildung, die IW JUNIOR und die Arbeitsgemeinschaft SchuleWirtschaft Rheinland-Pfalz.